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WIDERSTEHEN ODER UNTERGEHEN
Ein Manifest

Heute wissen wir, das zerstoererische Kraefte uns alle bedrohen und mit uns, die gesamte lebendige Welt. Diese Kraefte sind grenzenlos und fuer ihren Ausbruch tragen wir Menschen die Verantwortung. Gier, Gewalt und Unwissenheit sind willentlich oder unwillentlich die Quelle des Boesen.

Wie Millionen anderer Frauen,Maenner und Kinder auch, weigern wir uns, in die Falle der Angst, Verneinung oder zynischen Denkens zu treten. Es stoest uns ab, die Leere zu unserem taeglichen Brot zu machen. Jeder von uns hat diese Erde als Erbe erhalten und wir teilen unseren Aufenthalt auf ihr, zum Gutem oder Schlechtem, mit allen anderen. Wir weigern uns, Komplizen des gegenwaertigen Horrors zu sein. Wir sind entschieden, uns allem zu wiedersetzen, was uns einzuschuechtern,zu verletzten oder auszuloeschen versucht.

Aber wo finden wir die Kraft, uns diesen dunklen Kraeften zu widersetzen,die so viele Menschenherzen zu Weisen gemacht haben? Streben wir das Unmoegliche an? Die Antwort ist, dass wir uns verantwortlich erklaert haben, alles in unserem Moeglichen zu tun, um einer neuen Erde eine Zukunft zu ermoeglichen und die Voelker zu versoehnen.

Wenn das Boese denn in uns ist, so kann sich das Heilmittel gegen die Verwuestung und die Verzweifelung nur in uns finden. Sein eigenen Schwaechen zu akzeptieren oeffnet den Weg zur Inegritaet des Lebens und damit zu seinen heilenden Kraeften.

Die Verlockung, sich zu bereichern; der Durst, zu herrschen; die Sucht, denjenigen zu unterdruecken oder zu vernichten, den wir fuer unseren Feind halten, wird niemals die Angst besiegen koennen, die vom unwiderstehbarenen Gefuehl unserer Verletzbarkeit ausgeloest wird. Die Erde war vor uns da und wird uns ueberleben. Ob wir es wollen oder nicht, die Kraft, die uns auf die Welt gebracht hat und uns wider verschwinden lassen wird spottet ueber unsere Heldentaten und Anmassungen. Schluss mit der Selbstgefaelligkeit!

Gegen die Kraefte der massiven Zerstoerung stellen wir die Liebe, die wir aus der gegenseitigen Anerkennung unserer gemeisamen Not zu gewinnen wissen. Nur durch das Einverstaendnis, ohne Reserve und mit Demut, unserer eigenen Zerbrechlichkeit koennen wir uns dem Leben oeffnen, unserem Naechsten und der Unendlichkeit, die in uns allen atmet.

Nur ein einziges Wort von mir zu Dir, von Dir zu mir, und das Universum wird wieder in unseren Venen stroemen. Wir streben kein schoeneres Gedicht an als das des Werkes der Heilung und der Erfindung eines weltlichen Aufenthaltes, der sich endlich der Wuerde und der inneren Schoenheit eines jeden Menschen widmet. Deswegen engagieren wir uns, dieses Gebot zu bevollgen:

Du sollst niemanden demuetigen.

Nur so wirst Du den Weg finden. Sei liebevoll: gehe weiter, als Du jemals zu gehen gedacht hast, lasse Dich auf alles ein, was nicht Du bist. Verstecke die Sonne nicht vor der Sonne. Du schuldest nur dem Licht, welches nie mehr von Dir erwartet hat, als eins zu sein mit ihr. Du bist das Gedaechtnis der Zukunft, wenn Du Deine Gegenwart nicht der Zukunft des Gedaechtnisses gegenueber stellst.

 

Übersetzung : Andreas Lange

 

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